Das Kloster Weltenburg an der Donau

Das Tor zur Donau.Das Kloster Weltenburg liegt direkt an der Donau am Durchbruchstal Weltenburger Enge und gehört zu den bekanntesten Klöstern Bayerns. Das Kloster befindet sich im Ortsteil Weltenburg der Stadt Kelheim im Landkreis Kelheim. Der Landkreis gehört zum Regierungsbezirk Niederbayern.

Die Lage am Flusskilometer 2.412 der Donau macht das Kloster zu einem zentralen Ziel für Ausflügler, Pilger und Kulturtouristen.

Lage und Erreichbarkeit

Das Kloster Weltenburg liegt rund 6 Kilometer westlich der Kelheimer Altstadt am linken Donauufer. Besucher erreichen das Kloster zu Fuß oder mit dem Fahrrad über den Donauradweg, mit dem Auto über Kelheim und den Parkplatz bei der Befreiungshalle oder saisonal per Ausflugsschiff von Kelheim. Die Schifffahrt führt durch die Weltenburger Enge, eine etwa 5,5 Kilometer lange Durchbruchsstrecke mit bis zu 70 Meter hohen Kalksteinfelsen.

Historische Entwicklung

Der Innenhof mit dem Tor.
Der Innenhof

Das Kloster Weltenburg gilt als ältestes Kloster Bayerns. Der heilige Eustasius, ein Schüler des heiligen Columban, gründete das Benediktinerkloster um das Jahr 617. Das Kloster erlebte im Mittelalter mehrere Zerstörungen durch Hochwasser und kriegerische Ereignisse.

Der heutige Baubestand entstand überwiegend im 18. Jahrhundert während der Barockzeit. Seit dem Jahr 1803 besteht das Kloster ohne Unterbrechung weiter, obwohl die Säkularisation starke Einschnitte brachte.

Architektur und Gebäude

Die Klosterkirche St. Georg.
Klosterkirche St. Georg

Das Zentrum der Anlage bildet die Klosterkirche St. Georg, die als erstes großes Werk der Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam gilt. Die Kirche entstand zwischen 1716 und 1739 und zählt zu den bedeutendsten Barockkirchen Europas.

Weitere Gebäude umfassen den Konventbau, Wirtschaftsgebäude und Gästehäuser. Die barocke Gesamtanlage ist klar strukturiert und folgt dem traditionellen Benediktinerklosterplan.

Heutige Nutzung

Die Benediktinermönche nutzen das Kloster weiterhin als geistliches Zentrum. Das Kloster betreibt eine Klosterbrauerei, die seit 1050 belegt ist und als älteste Klosterbrauerei der Welt gilt. Auf einer Tafel an der Wand steht folgendes geschrieben:

Die historischen Pegelstände am Kloster Weltenburg. Gebraut nach überliefertem Rezept
Älteste Klosterbrauerei der Welt
Seit 1050

Die Klosterbrauerei
Weltenburg ist die älteste Kloster-
brauerei der Welt. Seit dem 1050
wird hier bei edler Gerstenart in
der Tradition der Mönche gebraut.
Dieser ehrwürdigen Tradition fühlen
wir uns auch weiterhin verpflichtet.
Der hohe Braukunst-Standard nach dem
bayerischen Reinheitsgebot verleiht
das Weltenburger Klosterbier seine
große Beliebtheit.

Besucher finden im Kloster ein Biergarten- und Gastronomieangebot, Gästezimmer für Übernachtungen sowie Räume für Exerzitien und Veranstaltungen. Die Kirche dient täglich für Gottesdienste und ist öffentlich zugänglich.

Bedeutung für Tourismus und Kultur

Das Kloster Weltenburg verbindet Geschichte, Architektur, Natur und Gastronomie an einem klar definierten Ort. Die Kombination aus barocker Kunst, Benediktinertradition, Donau-Schifffahrt und Naturschutzgebiet macht das Kloster zu einem der meistbesuchten Ausflugsziele in Niederbayern.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Der Donaudurchbruch
Der Donaudurchbruch

In unmittelbarer Nähe liegt das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge, das als Nationales Naturmonument ausgewiesen ist. Oberhalb des Donautals thront die Befreiungshalle Kelheim, ein Monument aus dem 19. Jahrhundert mit Aussicht über Donau und Altmühltal.

Wanderwege wie der Weltenburger Höhenweg bieten markierte Routen mit Panoramablicken. Weitere Ziele sind die Altstadt von Kelheim und der Main-Donau-Kanal.

Anlegestelle und Schifffahrt

Direkt unterhalb des Klosters befindet sich eine Schiffsanlegestelle, die regelmäßig von Ausflugsschiffen aus Kelheim angefahren wird. Die Schifffahrt ist saisonal in Betrieb und zählt zu den beliebtesten Donaupassagen in Bayern. Die Fahrtzeit zwischen Kelheim und Weltenburg beträgt etwa 40 Minuten pro Strecke.

Ein Kommentar

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